Um 5 Minuten vor zwölf entrollten die Mitglieder des GEW-Kreisverbands auf dem Alsfelder Marktplatz ihr Banner. Die Aktion ist ein Hot-Spot des landesweiten Protests gegen die Änderungen des hessischen Schulgesetzes. Zurzeit wird in der zweiten Lesung im hessischen Landtages der neue Gesetzes-Entwurf des Kultusministeriums bearbeitet. Dieser wird eher vom Sparzwang beherscht, als das der Wille zur besseren Bildung zu erkennen ist. Umrahmt von Gauklern und Spielleuten fand die Aktion auf dem historischen Marktplatz vor der Kulisse des Rathauses zahlreiche Zuschauer.

  Informationen zu den geplanten Änderungen

 

 

 

Am Montagnachmittag fand an der Max-Eyth-Schule in Alsfeld eine Solidaritätskundgebung für die Streikenden im öffentlichen Dienst statt. Die GEW-Schulgruppe und der GEW-Kreisverband hatten am Nachmittag zu einer Versammlung eingeladen Wenn auch die Beamten an den Hessischen Schulen nicht aktiv am Streik teilnahmen, sind sie aber von den aktuellen Verhandlungen in Wiesbaden betroffen. So stehen die Senkung der Wochenarbeitszeit und die Übernahme von befristet beschäftigten Lehrkräften auf dem Forderungskatalog der Tarifpartner. Es ist ebenfalls davon auszugehen, dass die Tarifergebnisse im Anschluss auf die Beamten übertragen werden, so der GEW-Obmann Dr. Christoph Stüber in seiner Ansprache.

Das Wetter verschreckte die GEW Paddler am Samstag an der Einsatzstelle in Spichra. Zum Glück waren die Autos noch vor Ort, als ein Platzregen hernieder ging. Das schlechte Wetter war aber damit vorbei, der Himmel riss auf und es stellten sich spätsommerliche Temperaturen ein. Die Fahrt führte entlang von malerischen Kreideformationen über Creuzburg nach Probsteizella. Hier wurde Quartier bezogen und am Sonntag fürhte die Paddeltour bis Wanfried, dem Endpunkt für dieses Jahr.


Wehmütig verabschiedeten sich passend mit Rotkäpchensekt die die GEW-Paddler von den langjährigen Organisatoren und Mitpaddler Konrad und Elfriede Rüssel; die aus Altersgründen nicht mehr aktiv paddeln, sondern in diesem Jahr die Enkelkinder begleitet haben.

Den Dank für den GEW Kreisvortand überbrachte für den Kreisvorstand Marie-Luise Chwalleg. Konrad Rüssel nannte die Flüsse Fulda, Werra, Schwalm, Diemel, Weser, Haune, Wisent, Unstrut ... die im Laufe der Jahre schon befahren wurden. Sagte aber auch neben solch schönen Wiederholungen wie in diesem Jahr sind auch noch die Nidda oder die Ohm erkundungswerte Plätze die nur auf ihre Entdeckung warten.
PaddelwochenendePaddelgruppePaddelwochenendePaddelwochenende

Paddelwochenende

Auch durch das regnerische Herbstwetter ließen sich die Vogelberger Lehrer nicht von der Demonstration abhalten. Mit einem Reisebus fuhren sie zur Kundgebung nach Gießen. Auf dem Kirchplatz hatten sich die Gewerkschaftler von GEW, IGB, Verdi und GdP versammelt, um ihren Unmut gegen die Pläne der Landesregierung zum Ausdruck zu bringen, das Pensionsalter anzuheben.

Es war immer von den kommunizierenden Röhren die Rede, wenn der jetzige Ministerpräsident Bouffier noch als Innenminister über die Arbeitszeit redete, so Andreas Grün von der Gewerkschaft der Polizei. Bei hoher Wochenarbeitszeit eine niedrige Lebensarbeitszeit. Da die Wochenarbeitszeit der Beamten noch bei 42 Stunden liegt, wird bei der Anhebung der Pensionsgrenze dieses Prinzip verlassen.

Das dieser Gesetzesentwurf den Titel "Modernisierung des Dienstrechts" trägt, ist ein Hohn, so Ernst Richter vom DGB Mittelhessen. Der Verdi Landesvorsitzende Jürgen Bothner unterstrich in seinem Beitrag, dass die Erhöhung der Pensionsgrenze auf eine Senkung der Pensionen hinausläuft, da die Kollegen Abschläge in Kauf nehmen um früher in Ruhestand gehen zu können. Vollrath Döhner zeigte in seinem Beitrag ein ähnliches Bild für den Bildungssektor auf. Hessen ist in der Bildung nur noch bei der Arbeitszeit spitze. Wer ausgebildeten Lehrkräften keine Arbeitsstelle anbietet, kann nicht die Lebensarbeitszeit erhöhen mit der Begründung damit mehr Menschen in Arbeitsverhältnisse zu bringen

Demoteilnehmer in GießenDemoteilnehmer in GießenDemoteilnehmer in Gießen

Bildungsgewerkschaft lehnt Henzlers SBS-Konzept ab 

 

Anlässlich der heutigen Vorstellung des Konzepts zur Selbstverantwortlichen Beruflichen Schule (SBS) forderte der GEW Landesvorsitzende, Jochen Nagel, die Ministerin auf, mit der GEW Hessen als der bedeutendsten Interessenvertretung von Lehrkräften an Beruflichen Schulen in Hessen in einen Dialog zu treten über die demokratische Gestaltung einer Selbstverantwortlichen Beruflichen Schule. Dieser Forderung schloss sich der GEW-Kreisverband Alsfeld auf seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien am Montag an.