In Übereinstimmung mit seinem Landesverband fordert der GEW-Kreisverband Alsfeld seine Mitglieder auf, die Petition von Landeselternbeirat und Schülerbeirat zu unterzeichnen.

Auf ihrer letzten erweiterten Vorstandssitzung sprach sich der Alsfelder Kreisvorstand der Bildungsgewerkschaft geschlossen dafür aus, bei GEW-Mitgliedern und allen Bürgern, für die Wiederherstellung einer einheitlichen sechsjährigen Sekundarstufe I (Klassen 5 – 10) Unterschriften zu sammeln. Wie Kreisgeschäftsführer Ralf Fei erläuterte, sei man sich bewusst, dass die Schulen sich wünschen, dass endlich einmal Ruhe in den Schulalltag einkehre. Die Kritik an der gekürzten gymnasialen Mittelstufe sei jedoch so einhellig, eindeutig und umfassend, dass es kein „weiter so“ geben könne. Fei bekräftigte die Ausführungen seitens der hessischen Eltern- und Schülervertretung. In deren Petition heißt es: „Die Lernbelastung für Schülerinnen und Schüler ist trotz der Kürzung der Lehrpläne noch immer sehr hoch und führt zu großem Stress, auch in der Familie. (…) Die Kinder werden innerhalb kurzer Zeit mit Massen von Stoff konfrontiert, der nicht ausreichend im Gedächtnis verankert wird, aber eigentlich als Basis für spätere Lektionen dienen muss.“ Wie die Kreisvorsitzende Sigrid Krause weiter ausführte, benötigten  die Schülerinnen und Schüler für ihre Persönlichkeitsentwicklung keineswegs diesen ständigen Druck, sondern mehr Zeit für Bildung und auch mehr Freizeit. Es sei deshalb an der Zeit, dass Kultusministerin Dorothea Henzler den Konsens aller unmittelbar Betroffenen – nämlich der landesweiten Vertretungen von Eltern, Schülerrinnen und Schülern sowie Lehrkräften anerkenne und umsetze. Diese forderten eine sofortige Wiederherstellung der sechsjährigen Sekundarstufe I (G 9) und eine Flexibilisierung der Oberstufe, so dass die Hochschulreife sowohl nach zwei als auch nach drei Jahren Oberstufe erreicht werden könne.

Die Listen der Landesschülervertretung und des Landeselternbeirats liegen an den Schulen aus und könne bis Ende Mai unterzeichnet werden. Die Landesschülervertretung hat zudem ein Online-Portal (www.g8-so-nicht.de) eingerichtet. Hier können Unterschriften auch digital abgegeben werden.

 

 

Kultusministerin Dorothea Henzler hat - trotz heftigen Protests der Schulleiterinnen und Schulleiter der Schulen für Erwachsene - die Lehrerzuweisung der Abendhaupt- und Abendrealschulen für das nächste Schuljahr um über 20% gekürzt.
Eine Aufrechterhaltung des Angebotes des Zweiten Bildungswegs in Qualität und Umfang in bisheriger Weise wird damit zunichte gemacht, obgleich die Nachfrage in der Abendrealschule sogar noch wächst. Diese daraus entstehende katastrophale Situation wird noch durch ein internes Machtgerangel in der zuständigen Abteilung des Hessischen Kultusministeriums verstärkt. Dies ist auch die Ursache für die noch immer fehlende Stellenzuweisung. Zu Ferienbeginn wissen die Schulen nicht, über wie viel Personal sie verfügen können. Eine Planung für das nächste Schuljahr ist so nicht möglich.