Bilddatei mit StreikaufrufDie Gewerkschaften verhandeln seit dem 1. Februar mit dem Land Hessen über
eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten des Landes. Bisher hat der
Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Offenbar ist er nur durch Druck dazu zu
bewegen, die berechtigten Forderungen der Gewerkschaften ernsthaft zu beraten
und zu einem Verhandlungsergebnis zu kommen.
Die GEW fordert in der Tarifrunde 2013

  • Anhebung der Tabellenentgelte um 6,5 Prozent!
  • Begrenzung befristeter Arbeitsverträge!

Wir die Übertragung des Tarifergebnisses auf Beamtinnen und
Beamte. Zur Durchsetzung dieser Forderungen ruft die GEW ihre tarifbeschäftigten
Mitglieder im Bereich des TV-Hessen am Mittwoch, den 6. März 2013, zu
Warnstreiks auf.

Oberhessische Zeitung vom 22.01.2013

Mitgliederversammlung des GEW Kreisverbandes Alsfeld in der Max-Eyth-Schule - Ein Thema bleibt die Inklusion

Geschäftsführer Ralf Fei, Landesvorsitzender Jochen Nagel und Kreisvorsitzende Sigrid KrauseALSFELD (gsi). Bei der jährlichen Mitgliederversammlung des GEW-Kreisverbandes (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) Alsfeld diskutierten zahlreiche Mitglieder mit der Kreisvorsitzenden Sigrid Krause, dem Kreisgeschäftsführer Ralf Fei und dem Landesvorsitzenden Jochen Nagel aktuelle bildungspolitische Themen. Die Schwerpunkte der Tagesordnung - Forderungen in der Tarifrunde, die Umsetzung der Inklusion, die Diskussion um G8/G9, das geplante Kinderförderungsgesetz und die Installierung eines Landesschulamtes - fassten Krause, Fei und Nagel in einem Pressegespräch nach der Versammlung zusammen.

In die Tarifrunde, so Nagel, wolle die GEW mit einer Forderung von 6,5 Prozent Gehaltserhöhung für Angestellte eintreten. Diese Forderung soll auch auf die Beamten übertragen werden. Bereits im Vorfeld dieser Sitzung war diese Haltung in den entsprechenden schulischen Gremien und gemeinsam mit den beteiligten Gewerkschaften ausgehandelt worden. Darüber hinaus fordert die GEW für angestellte Lehrkräfte einen eigenen am Tarifrecht und nicht wie bisher am Beamtenrecht orientierten Entgeltvertrag.

 

Anlässlich der morgigen Debatte im Kulturpolitischen Ausschuss des Landtages um das geplante „Praxissemester“ erklärt Jochen Nagel, Vorsitzender der GEW Hessen:

„Das geplante Praxissemester ist eine Mogelpackung, die wieder einmal vor allem auf eines abzielt: Kürzen, kürzen, kürzen. Die Ausbildung der angehenden Lehrkräfte wird hierdurch keinesfalls verbessert oder praxisnäher. Das Gegenteil ist der Fall: Da das geplante Praxissemester alle bisherigen und aufeinander aufbauenden Praxisphasen (Orientierungspraktikum, Betriebspraktikum, schulpraktische Studien), die einen spezifischen Beitrag zur Entwicklung von Lehrerprofessionalität leisten, ersetzt, stellt es faktisch eine Verschlechterung der Ausbildung dar. Auch eine wirkungsvolle Unterstützung und Betreuung der Studierenden ist in keiner Weise angedacht.“

„Zu beachten ist überdies, dass die Praktikantinnen und Praktikanten in einem sehr frühen Stadium ihres Studiums an den Schulen unterrichten sollen. Zu diesem Zeitpunkt haben sie weder eine hinreichende fachliche oder fachdidaktische Ausbildung noch können sie bereits die professionelle Reflexionsfähigkeit ausgebildet haben, um Schülerinnen und Schülern wirklich gerecht zu werden. Erneut werden diese also zu Versuchsobjekten bildungspolitisch unausgegorener Reformen gemacht“, so Nagel abschließend.

 

6,5 Prozent Lohnzuwachs für die Tarifbeschäftigten sowie Übertragung des Ergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten des Landes forderte Karola Stötzel, stellvertretende Landesvorsitzende der GEW-Hessen, zur ersten Verhandlungsrunde Anfang Februar in Wiesbaden. Am 22. Februar gehen die Verhandlungen auf der Arbeitsebene in die zweite Runde.

Im Schulbereich in Hessen arbeiten derzeit über 9.000 Tarifbeschäftigte. „Über zwei Drittel dieser angestellten Lehrerinnen und Lehrer haben nur befristete Verträge. Viele von ihnen erhalten nach wie vor keine Bezahlung in den Sommerferien. Diese Praxis, die den Betroffenen keine Perspektiven bietet, muss deutlich eingeschränkt werden“, erläutert Karola Stötzel die Position der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Eine Praxis, die mittlerweile auch im Hochschulbereich zu einer starken Zunahme befristeter Arbeitsverhältnisse führt. 

„Inklusion ist in Hessen nicht gewollt und wird verhindert“

06.10.2012 - ALSFELD

(gsi). Wie vertragen sich Schuldenbremse und inklusive Bildungspolitik? Am Donnerstagabend hatten der Kreisverband Vogelsberg des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und der Kreisverband Alsfeld der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zu einer öffentlichen Diskussion dieser Frage nach Eudorf eingeladen.