Das Wetter verschreckte die GEW Paddler am Samstag an der Einsatzstelle in Spichra. Zum Glück waren die Autos noch vor Ort, als ein Platzregen hernieder ging. Das schlechte Wetter war aber damit vorbei, der Himmel riss auf und es stellten sich spätsommerliche Temperaturen ein. Die Fahrt führte entlang von malerischen Kreideformationen über Creuzburg nach Probsteizella. Hier wurde Quartier bezogen und am Sonntag fürhte die Paddeltour bis Wanfried, dem Endpunkt für dieses Jahr.


Wehmütig verabschiedeten sich passend mit Rotkäpchensekt die die GEW-Paddler von den langjährigen Organisatoren und Mitpaddler Konrad und Elfriede Rüssel; die aus Altersgründen nicht mehr aktiv paddeln, sondern in diesem Jahr die Enkelkinder begleitet haben.

Den Dank für den GEW Kreisvortand überbrachte für den Kreisvorstand Marie-Luise Chwalleg. Konrad Rüssel nannte die Flüsse Fulda, Werra, Schwalm, Diemel, Weser, Haune, Wisent, Unstrut ... die im Laufe der Jahre schon befahren wurden. Sagte aber auch neben solch schönen Wiederholungen wie in diesem Jahr sind auch noch die Nidda oder die Ohm erkundungswerte Plätze die nur auf ihre Entdeckung warten.
PaddelwochenendePaddelgruppePaddelwochenendePaddelwochenende

Paddelwochenende

Auch durch das regnerische Herbstwetter ließen sich die Vogelberger Lehrer nicht von der Demonstration abhalten. Mit einem Reisebus fuhren sie zur Kundgebung nach Gießen. Auf dem Kirchplatz hatten sich die Gewerkschaftler von GEW, IGB, Verdi und GdP versammelt, um ihren Unmut gegen die Pläne der Landesregierung zum Ausdruck zu bringen, das Pensionsalter anzuheben.

Es war immer von den kommunizierenden Röhren die Rede, wenn der jetzige Ministerpräsident Bouffier noch als Innenminister über die Arbeitszeit redete, so Andreas Grün von der Gewerkschaft der Polizei. Bei hoher Wochenarbeitszeit eine niedrige Lebensarbeitszeit. Da die Wochenarbeitszeit der Beamten noch bei 42 Stunden liegt, wird bei der Anhebung der Pensionsgrenze dieses Prinzip verlassen.

Das dieser Gesetzesentwurf den Titel "Modernisierung des Dienstrechts" trägt, ist ein Hohn, so Ernst Richter vom DGB Mittelhessen. Der Verdi Landesvorsitzende Jürgen Bothner unterstrich in seinem Beitrag, dass die Erhöhung der Pensionsgrenze auf eine Senkung der Pensionen hinausläuft, da die Kollegen Abschläge in Kauf nehmen um früher in Ruhestand gehen zu können. Vollrath Döhner zeigte in seinem Beitrag ein ähnliches Bild für den Bildungssektor auf. Hessen ist in der Bildung nur noch bei der Arbeitszeit spitze. Wer ausgebildeten Lehrkräften keine Arbeitsstelle anbietet, kann nicht die Lebensarbeitszeit erhöhen mit der Begründung damit mehr Menschen in Arbeitsverhältnisse zu bringen

Demoteilnehmer in GießenDemoteilnehmer in GießenDemoteilnehmer in Gießen

Bildungsgewerkschaft lehnt Henzlers SBS-Konzept ab 

 

Anlässlich der heutigen Vorstellung des Konzepts zur Selbstverantwortlichen Beruflichen Schule (SBS) forderte der GEW Landesvorsitzende, Jochen Nagel, die Ministerin auf, mit der GEW Hessen als der bedeutendsten Interessenvertretung von Lehrkräften an Beruflichen Schulen in Hessen in einen Dialog zu treten über die demokratische Gestaltung einer Selbstverantwortlichen Beruflichen Schule. Dieser Forderung schloss sich der GEW-Kreisverband Alsfeld auf seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien am Montag an.

In Übereinstimmung mit seinem Landesverband fordert der GEW-Kreisverband Alsfeld seine Mitglieder auf, die Petition von Landeselternbeirat und Schülerbeirat zu unterzeichnen.

Auf ihrer letzten erweiterten Vorstandssitzung sprach sich der Alsfelder Kreisvorstand der Bildungsgewerkschaft geschlossen dafür aus, bei GEW-Mitgliedern und allen Bürgern, für die Wiederherstellung einer einheitlichen sechsjährigen Sekundarstufe I (Klassen 5 – 10) Unterschriften zu sammeln. Wie Kreisgeschäftsführer Ralf Fei erläuterte, sei man sich bewusst, dass die Schulen sich wünschen, dass endlich einmal Ruhe in den Schulalltag einkehre. Die Kritik an der gekürzten gymnasialen Mittelstufe sei jedoch so einhellig, eindeutig und umfassend, dass es kein „weiter so“ geben könne. Fei bekräftigte die Ausführungen seitens der hessischen Eltern- und Schülervertretung. In deren Petition heißt es: „Die Lernbelastung für Schülerinnen und Schüler ist trotz der Kürzung der Lehrpläne noch immer sehr hoch und führt zu großem Stress, auch in der Familie. (…) Die Kinder werden innerhalb kurzer Zeit mit Massen von Stoff konfrontiert, der nicht ausreichend im Gedächtnis verankert wird, aber eigentlich als Basis für spätere Lektionen dienen muss.“ Wie die Kreisvorsitzende Sigrid Krause weiter ausführte, benötigten  die Schülerinnen und Schüler für ihre Persönlichkeitsentwicklung keineswegs diesen ständigen Druck, sondern mehr Zeit für Bildung und auch mehr Freizeit. Es sei deshalb an der Zeit, dass Kultusministerin Dorothea Henzler den Konsens aller unmittelbar Betroffenen – nämlich der landesweiten Vertretungen von Eltern, Schülerrinnen und Schülern sowie Lehrkräften anerkenne und umsetze. Diese forderten eine sofortige Wiederherstellung der sechsjährigen Sekundarstufe I (G 9) und eine Flexibilisierung der Oberstufe, so dass die Hochschulreife sowohl nach zwei als auch nach drei Jahren Oberstufe erreicht werden könne.

Die Listen der Landesschülervertretung und des Landeselternbeirats liegen an den Schulen aus und könne bis Ende Mai unterzeichnet werden. Die Landesschülervertretung hat zudem ein Online-Portal (www.g8-so-nicht.de) eingerichtet. Hier können Unterschriften auch digital abgegeben werden.

 

 

Kultusministerin Dorothea Henzler hat - trotz heftigen Protests der Schulleiterinnen und Schulleiter der Schulen für Erwachsene - die Lehrerzuweisung der Abendhaupt- und Abendrealschulen für das nächste Schuljahr um über 20% gekürzt.
Eine Aufrechterhaltung des Angebotes des Zweiten Bildungswegs in Qualität und Umfang in bisheriger Weise wird damit zunichte gemacht, obgleich die Nachfrage in der Abendrealschule sogar noch wächst. Diese daraus entstehende katastrophale Situation wird noch durch ein internes Machtgerangel in der zuständigen Abteilung des Hessischen Kultusministeriums verstärkt. Dies ist auch die Ursache für die noch immer fehlende Stellenzuweisung. Zu Ferienbeginn wissen die Schulen nicht, über wie viel Personal sie verfügen können. Eine Planung für das nächste Schuljahr ist so nicht möglich.