Bild Aktionstag
Im Jahr 2015 waren viele Kolleginnen und Kollegen in Hessen auf der Straße und im Streik:

  • Beamtinnen und Beamte protestierten gegen die Weigerung der Landesregierung, die Tariferhöhungen für die Angestellten auf sie zu übertragen. Verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer traten deshalb in einen eintägigen Streik und werden jetzt mit massenhaften Disziplinarverfahren überzogen.
  • Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes streikten vier Wochen lang für eine faire Bezahlung und eine Aufwertung ihrer Arbeit. Der Streik stieß auf viel Sympathie in der Öffentlichkeit.
  • Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer haben gemeinsam gegen die Stellenkürzungen in der Oberstufe und der Grundschule und den marodenZustand der Schulgebäude auf vielfältige Weise demonstriert und protestiert.

Wir bleiben dran!

Zur „Schuldenbremsenpolitik“ und zur landesweiten Haushaltssanierung durch „Notopfer“ der Beschäftigten gibt es sehr wohl Alternativen. Wir setzen uns für ein sozial gerechteres Steuersystem ein. Steuern sind zum Steuern da. Die Wertschätzung eines Arbeitgebers gegenüber seinen Beschäftigten drückt sich in guten Arbeitsbedingungen und einer guten Bezahlung aus. Tausende von Erzieherinnen und Erziehern und Lehrerinnen und Lehrern aus hessischen Kitas und Schulen haben durch ihre Streikaktivtäten deutlich gemacht, dass sie diese Wertschätzung vermissen. Wir erwarten endlich Antworten auf unsere berechtigten Forderungen:

  • Übertragung des Tarifergebnisses und der tariflichen Arbeitszeit auf die Beamtinnen und Beamten.
  • Einstellung der Disziplinarverfahren gegen Lehrerinnen und Lehrer, die das ihnen nach der Europäischen Menschenrechtskonvention zustehende Streikrecht in Anspruch genommen haben.
  • Rücknahme der Stundenkürzungen im Bereich der Oberstufe, der Grundschule und der Intensivklassen.
  • Eine bessere Bildung und Betreuung in Kitas und Schulen durch kleinere Gruppen.
  • Ausbau des Kita-Angebots durch die Beseitigung der Finanznot der kommunalen Träger.
  • eine Vergütung für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, die der Verantwortung und dem hohen Qualifikationsgrad der Beschäftigten entspricht.

Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte durch eine gerechte Steuerpolitik erhöhen! Die Unterfinanzierung der Bildung beenden! Arbeitsbedingungen und Entlohnung verbessern! Deshalb melden wir uns auch vor den Kommunalwahlen zu Wort. Angesichts der vielen zusätzlichen Aufgaben, die Kitas und Schulen bewältigen sollen, fordert die GEW alle politisch Verantwortlichen (Abgeordnete in Stadt, Kreis und Land, schwarz-grüne Landesregierung , Kreisausschüsse und Magistrate) nachdrücklich auf, ihren Worten Taten folgen zu lassen und die Abwertungsspirale der pädagogischen Profession endlich zu stoppen.