
Mit Kai Eicker-Wolf (DGB Hessen-Thüringen/ GEW Hessen)
Der Sozialstaat steht in der Kritik: Er gefährde die Wettbewerbsfähigkeit, sei unfinanzierbar, ineffizient, bestrafe Leistung und setze falsche Anreize. Unternehmenslobby, Liberale und Rechte wollen ihn deshalb marktradikal umbauen und Aufgaben sowie Ausgaben streichen. In Zeiten wachsender sozialer Ungleichheit und globaler Krisen stellt sich die Frage nach seiner Zukunft daher immer drängender. Was aber ist unter einem Sozialstaat zu verstehen? In welchem Zusammenhang steht er mit Markt und Kapitalismus? Kann er soziale Gerechtigkeit stärken und soziale Ungleichheit abbauen? Was sind die Strukturen und Besonderheiten des deutschen Sozialstaats? Wie wirkten sich die neoliberalen Reformen der letzten Jahrzehnte und die aktuellen Pläne von Kapitalverbänden und Politik aus – angefangen bei sozialer Absicherung über die Regulierung von Arbeitsverhältnissen bis hin zu Fragen von Gesundheit, Wohnen, Bildung, Erziehung, Sozialer Arbeit, Pflege und Altersvorsorge. Wie kann eine Antwort von Gewerkschaften und Sozialverbänden auf diesen Frontalangriff aussehen?



