Personalratswahlen 2020

Fortbildung der GEW zur Durchführung der Personalratswahlen 2020
am Mittwoch, 22. Januar 2020
14:00 – 17:00 Uhr
Staatliches Schulamt Gießen, Raum 1007 (1. Stock)

  • Aufgaben und Tätigkeit des Wahlvorstandes
  • Aktives und passives Wahlrecht, Sonderfälle (Abordnungen, Versetzungen; Elternzeit;
  • Beurlaubung; Befristung)
  • Wählerliste
  • Berechnungsverfahren nach Hare / Niemeyer
  • Inhalt und Erlass des Wahlausschreibens
  • die verschiedenen Wahlverfahren
  • Wahlvorschläge
  • Besonderheiten und Ablauf der Briefwahl
  • Ermittlung der Wahlergebnisse bei den einzelnen Wahlverfahren

Befristungen bei Arbeitsverträgen – DGB empfiehlt Mitgliedschaft in der Gewerkschaft

Im Kulturhaus des Rambachhaus in Alsfeld konnte der DGB-Kreisvorsitzende Ingo Schwalm neben den zahlreich erschienenen DGB-Senioren die neue Sekretärin vom DGB-Mittelhessen Anna-Marie Boulnois und den Referenten Max Caesar begrüßen. Max Caesar, Student der Politikwissenschaft und Interkulturelle Wirtschaftskommunikation in der Friedrich-Schiller-Universität Jena, berichtete zunächst über befristete Arbeitsverhältnisse die 2018 doppelt so hoch wie 1996 waren. Insgesamt würden 3 Millionen Menschen 2018 in befristeten Arbeitsverhältnissen arbeiten – basierend auf einem gravierenden Anstieg der sachgrundlosen Befristungen.
Im 1. Halbjahr 2018 sind 45 Prozent der Neueinstellungen befristet. Während die begründeten Befristungen seit 2001 auf einem gleichbleiben.den Niveau verharren, steigen die sachgrundlosen Befristun.gen stark an. Betroffen sind je.doch nicht nur Geringverdie.ner, sondern vor allem Frau.en, junge Menschen, Teilzeit.beschäftigte und solche ohne deutschen Pass. Jedoch zieht sich der Trend der Befristung durch alle Einkommens- und Altersgruppen.
Trotz Fachkräftemangel sind berufliche Qualifikation oder ein abgeschlossenes Stu.dium kein Garant für unbe.fristete Stellen. Im Gegenteil: die meisten befristeten Arbeitsverhältnisse betreffen so.genannte hochqualifizierten Arbeitskräfte.
Im Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG sind acht Sach.gründe für eine Befristung geregelt. Diese Sachgründe sind dehnbar und können dazu genutzt werden den Kündigungsschutz auszuhebeln.
Jedoch werden auch drei Gründe für eine grundlose Befristung geregelt. Zum einen ist es möglich Arbeitsverträge ohne sachlichen Grund bis zu zwei Jahre zu befristen, und innerhalb dieser zwei Jahre dreimal zu verlängern. Neugegründete Unternehmen haben die Möglichkeit Verträge mit einer Befristung von bis zu vier Jahren abzuschließen. Und sobald Arbeitnehmer 52 Jahre alt sind und vorher in keinem Arbeitsverhältnis standen, ist eine Befristung von bis zu fünf Jahren möglich.

Vor allem betroffen sind der öffentliche Sektor und das Gesundheitswesen. Infolge dessen weisen die Ostdeutschen Bundesländer einen höheren Befristungsanteil auf. Besonders kritisch sind die Zustände in der Forschung: 9 von 10 wissenschaftlichen Mitarbei.tern sind befristet angestellt, die Hälfte mit einer Vertragslaufzeit unter einem Jahr. Dies stellt eine Gefährdung der Attraktivität und Qualität an den Hochschulen da.
Ein Gegengewicht kann jedoch die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft darstellen. Neben den offensichtlichen Vorteilen wie Rechtsschutz, tarifliche Leistungen, Unterstützung bei Tarifkonflikten, Beratung und Information, ein Sprachrohr in den politischen Raum zeigte die Studie „Trade Union Membership and Dismissals“ von Laszlo Goerke, Uni Trier auf, dass Gewerkschaftsmitglieder eine deutlich geringere Entlassungschance als Nichtmitglieder haben. Ein Grund dafür ist das Wissen über die Organisierung des Personals.

Nach dem Vortrag wurde sehr viel mit den Teilnehmerinnen diskutiert, wobei die DGB-Seniorinnen und Senioren den Berufsanfängern dringend empfahlen, sich doch frühzeitig einer Gewerkschaft anzuschließen und sich in dieser zu engagieren.
Neben einer Mitgliedschaft forderte der DGB-Kreisvorsitzende Ingo Schwalm junge Menschen auf, bei einer Auswahl als Berufstätiger in einem Betrieb oder einem Unternehmen auch darauf zu achten, ob es eine Personalvertretung oder eine Betriebsrat vor Ort gibt. Ein Tarifbindung im Unternehmen/Betrieb sollte vor einer Entscheidung ebenfalls ein wichtiges Kriterium sein.

Gemäldegalerie und Kasseler Unterwelten beeindruckten Gewerkschafter

Die Gruppe vor dem Reisbahnbunker und in der Gemäldegalerie auf Schloss Wilhelmshöhe

Bildergalerie auf Google

Der Kreisvorstand Alsfeld der Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zum wiederholten Mal seine Mitglieder zu einem Tagesausflug eingeladen. Diesmal ging es gut gelaunt in die Documentastadt Kassel.

Zuerst wurde im Unesco-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe das Schloss besucht. Bei einer hochkompetenten Führung durch die Gemäldegalerie Alte Meister lernten die Gewerkschafter Gemälde der Spätgotik, der Renaissance, des Barocks und des Klassizismus kennen. Meisterwerke u. a. von Rubens, Rembrandt, Jordaens, van Dyck und Hals begeisterten.
Gestärkt nach dem Mittagessen in der Innenstadt ging es in die Kasseler Unterwelten.
Ausgerüstet mit Helmen und Taschenlampen begaben sich die Gewerkschafter in zwei Bunker aus dem zweiten Weltkrieg. Betraten durch eine Gasschleuse, unterirdische Gänge und uralte Gewölbe. Die Teilnehmer hörten Berichte von Zeitzeugen und erfuhren Wissenswertes und Ungeahntes zum Bombenkrieg in Kassel. Sie lernten dabei unter welch schwierigen Bedingungen Schutzsuchende in den Kellern mitunter tagelang verbringen mussten.
Alle hoffen und wünschen, dass sich solch schrecklichen Ereignisse der Naziherrschaft nie wiederholen dürften und warnten vor dem aufkommenden rechtsgerichteten Gedankengut.

Mit diesen nachdenklichen Erinnerungen traten die Gewerkschafter mit neuen Erfahrungen ihre Heimreise nach Alsfeld an.

Tagesfahrt nach Kassel

Liebe Gewerkschaftsmitglieder,
wir laden euch recht herzlich zu einer Busfahrt unseres Kreisverbandes nach Kassel am Samstag, 02. Nov. 2019 ein.
Mehr Infos zu Kassel unter: https://www.kassel-marketing.de/
Im einzelnen ist folgender Ablauf vorgesehen:

Uhrzeit
9:00Abfahrt Alsfeld (Parkplatz Stadthalle)
10:45Führung: Gemäldegalerie im Schloss und Spaziergang im Schlosspark (ca. 1,5 Std.) barrierefrei
https://museum-kassel.de/
ab
12:30
Zeit zur freien Verfügung (individuelles Mittagessen/Stadterkundung/etc.)
15:00 Führung Kasseler Unterwelten – Zwei-Bunker-Tour (ca. 1,5 Std)
https://www.kassel-total.de/portfolio/zwei-bunker-tour-gruppen/
Bitte die Hinweise auf der Homepage zur Kleidung beachten!
17:00 gemeinsames gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen.
Die Lokalität wird vor Ort bekannt gegeben.
ca.
18:30
Rückfahrt
ca.
20:00
Ankunft Alsfeld

Der Kreisverband übernimmt die Kosten für die Busfahrt und die Führungen.
Wir bitten um Anmeldung bis zum 27.10. 2019 bei Karl-Heinz Battenberg
(Daten siehe oben)

fridays for future

An der Max-Eyth-Schule Alsfeld trafen sich am Freitag, 20.09.2019, während einer „aktiven Pause“ Schüler*innen und Lehrer*innen, um ihre Solidarität mit den Anliegen des dritten globalen Klimastreiks deutlich zu machen. Sie wollten mit ihrer Solidaritätsbekundung die Forderungen unterstützen, jetzt konkrete Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen und die Ziele des Pariser Klimaabkommens umzusetzen.

Berufsanfänger in der Gewerkschaft

Wie sieht die jüngere Generation die jetzigen Arbeitsverhältnisse und warum ist es ratsam für Berufsanfänger in einer Gewerkschaft Mitglied zu werden.

Eine Veranstaltung der DGB-Senioren am
Mittwoch, 23.10.2019 um 15.00 Uhr
Kulturhaus im Rambachhaus,
In der Rambach 9 in 36304 Alsfeld

Referent:
Max Caesar, Student der Politikwissenschaft und Interkulturelle Wirtschaftskommunikation; Bachelor of Arts; Friedrich-Schiller-Universität Jena

In Hessen nichts Neues

Kreisvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert Verbesserungen für Lehrkräfte / Aktivisten der Fridays for Future-Bewegung ernst nehmen

(c) Marco Butzkus Stadtarchiv Bremerhaven

Die GEW in Alsfeld sieht Stagnation im Bildungsbereich. Der Kreisvorstand der GEW Alsfeld erklärt: „Die großen Themen werden verwaltet, ein Gestaltungswille ist nicht erkennbar“.

Die vielen Bereiche der Schulpolitik, in denen es offensichtliche Probleme gibt, werden auch im Schuljahr 2019/20 nicht wirklich angegangen. Integration, Inklusion und Ganztagsentwicklung werden pädagogisch nicht ausreichend gestaltet. „Bereits im vergangenen Jahr mussten wir eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte konstatieren. Eine Verbesserung ist dringend notwendig, aber nicht in Sicht“, führt Kreisgeschäftsführer Ralf Fei aus.

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Harmonie von Tarif und Besoldung

Zur Wiederherstellung der Harmonie von Tarif und Besoldung
Die Landesregierung wird aufgefordert, wieder in die Tarifgemeinschaft der Länder zurückzukehren und in Zukunft das Prinzip Beamtenrecht folgt Tarifrecht bei den Tarif- und Besoldungsrunden wieder anzuerkennen.
Die Rückkehr in die TdL soll den Alleingang der Hessischen Landesregierung aus dem Jahre 2003/ 2004 endlich beenden.

Fridays for Future

Die GEW Mittelhessen unterstützt die Ziele der Aktion der Schülerbewegung „Friday for Future“ und sieht in der Form und dem und dem Ziel des Protestes durch Ausübung des Grundrechtes auf Demonstrationsfreiheit einen wirkungsvollen Schritt zur Heranbildung von mündigen Staatsbürgern.

Indem sich die demonstrierenden Schüler für speziell vorgegebene Ziele des hesssischen Schulwesens nach §2 und §3 des Schulgesetzes einsetzen, geben sie zu erkennen, dass sie das vom Schulgesetz angestrebte Ziel der Heranbildung mündiger Staatsbürger ernstnehmen und auch dafür in Kauf nehmen, Inhalte von versäumten Unterricht nachzuholen.

Statt Missgunst wegen der von Macher Seite unterstellten Absicht des Schulschwänzes verdient das Engagement der Friday-for-Future-Bewegung wegen des Einsates zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen aller Lebenswesen auf unserem Planeten den Respekt und die Anerkennung der Gesellschaft.

Delegiertenversammlung in Kleinlinden

A13 für alle

Auch nach der Wahl eines neuen hessischen Landtages bleibt die Einstiegsbesoldung nach „A13 für alle“ eine zentrale Forderung der GEW Hessen.

Der Bezirksverband Mittelhessen wird daher alle Aktionen, die zu diesem Ziel führen mit aller Kraft unterstützen und dazu beitragen, die Umsetzung dieser allzu berechtigten Forderung zu erreichen.

Die Gleichheit des Lehrerberufes macht auch eine gleiche Besoldung erforderlich. Die arbeitsphysiologischen Belastungen sind vergleichbar.