Schotten weltoffen und bunt

Gegen Rechtsextremismus, Hass und Hetze!
Für den Schutz und die Stärkung unserer Demokratie!
Die Bürgerinitiative ‚Schotten – weltoffen und bunt‘ ruft auf:

Seitdem die Überlegungen rechtsextremistischer Politiker zur massenhaften Ausweisung oder Deportation
von Menschen mit Migrationshintergrund einer großen Öffentlichkeit bekannt geworden sind,
sind die Demokraten unseres Landes auf der Straße und demonstrieren mit Hunderttausenden gegen
rechten Extremismus und für Menschlichkeit und den Schutz unserer Demokratie.
In Deutschland haben diese zersetzenden, rechtsextremistischen politischen Kräfte einen Namen:
AfD. Diese Partei will mit ihrer rechtsradikalen Hetze erreichen, dass menschenverachtende Politik
und Sprache normal werden.
Wir müssen leider zur Kenntnis nehmen, dass die guten und richtigen Argumente gegen diese Partei von mehr als 20 % der Bürger unseres Landes nicht ernst genommen werden. In Schotten waren es
bei der Landtagswahl am 08.10.2023 genau 1.351 unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger (= 25,7 %), die AfD gewählt haben. Und selbst bei der Wahl zum Bürgermeister am gleichen Tag hat der in unserer Stadt völlig unbekannte AfD-Kandidat 12,69 % der Stimmen bekommen, das sind 684 Wähler/innen.
Wir sind alarmiert und beunruhigt und wollen ein klares und friedliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, Hasspolitik, Rassismus und Antisemitismus setzen.
Denn:
Schotten steht für Integration. Seit Jahrzehnten werden in unserer Stadt geflüchtete, vertriebene und spät ausgesiedelte Menschen aufgenommen und in das wirtschaftliche und soziale Leben integriert. Das ist auch ein besonderes Verdienst unserer Sportvereine und der Betriebe vor Ort.
Schotten steht für Inklusion. Seit Jahrzehnten widmen sich die Schottener Sozialen Dienste der gleichberechtigten Teilhabe junger und alter Menschen mit Behinderung.
Schotten steht für Europa. Seit Jahrzehnten steht unsere Stadt mit ihren europäischen Städtepartnerschaften für die Freundschaft zwischen den europäischen Völkern und die Bewahrung des Friedens in Europa. Deshalb treten wir ein

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Schule als Lernort für Demokratie

Derzeit vernetzen sich zahlreiche Organisationen, Parteien, Verbände und Bürger unter dem Leitsatz „Nie wieder ist jetzt! Aufstehen für Demokratie und friedliches Zusammenleben.“ Im Sinne einer lebensweltbezogenen Demokratiebildung gehört dieses Thema auch in die Schulen im Vogelsberg. Auch die GEW Alsfeld unterstützt diese Initiative.

Die GEW Alsfeld betont, dass Lehrkräfte in politischen Fragen keine neutralen Wesen sind. Lehrkräfte, insbesondere Lehrerinnen und Lehrer für gesellschaftswissenschaftliche Fächer, haben eine politische Position, nur so können sie überzeugende demokratische Vorbilder sein. Schon deshalb ist es legitim, dass Lehrende im Unterricht auch ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen.

Lehrkräften ist durchaus bewusst, dass sie laut ihrem Diensteid und dem hessischen Schulgesetz in der Schule nicht offensiv für oder gegen einzelne Parteien sprechen dürfen. Beamtete und angestellte Lehrkräfte sind in der Öffentlichkeit dem sogenannten „Mäßigungsgebot“ verpflichtet.

Dieses untersagt ihnen aber nicht, im Unterricht politische Haltungen zu vertreten und die anderer kritisch einzuordnen. Selbstverständlich muss die eigene Haltung als solche kenntlich gemacht werden. Der Schülerschaft muss klar sein, dass es sich hierbei nicht um eine Lehrmeinung handelt. Außerdem müssen im Unterricht unterschiedliche Positionen thematisiert und zugelassen werden. Lehrende dürfen niemanden aufgrund seiner politischen Meinung benachteiligen. Verfassungsfeindlichen Meinungen muss aber widersprochen werden. 

In der aktuellen politischen Situation sind Lehrkräfte unseres Erachtens aber in besonderer Weise gefordert, sich für die freiheitlich demokratische Grundordnung zu positionieren und auf die akuten Gefahren des Rechtsextremismus hinzuweisen. Einem populistischen und extremistischen Politikverständnis kann nur durch eine kritische Auseinandersetzung mit den aktuellen politischen Themen begegnet werden. 

Das übergeordnete Ziel von Bildung und Erziehung in der Schule ist es, die Schülerinnen und Schülern zu mündigen Mitgliedern unserer demokratischen Gesellschaft zu erziehen. Dazu ist es wichtig, neutral über die politischen Positionen, Gesellschafts- und Menschenbilder der Parteien zu informieren. Die kritische Auseinandersetzung mit den Wertvorstellungen der Parteien ist in diesem Zusammenhang unverzichtbar. Einschüchterungsversuche über sogenannte „Meldeportale“ zeugen von dem Versuch, Unterricht im Sinne unserer demokratischen Grundordnung und des hessischen Schulgesetzes zu unterbinden. GEW-Mitglieder, die diesbezüglich unter Druck geraten, können jederzeit auf die Unterstützung ihrer Gewerkschaft rechnen.

Nie wieder ist Jetzt!

»Nie wieder ist Jetzt!« Aufstehen für Demokratie und ein friedliches Zusammenleben
Unser gemeinsames Interesse ist, so viele Menschen wie möglich auf die Straße zu bekommen, um ein klares, friedliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, Hass, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Wir treffen uns am

Montag, 5. Februar 2024 17:30 Uhr · Lauterbach · Marktplatz

Unsere Vogelsberger Gesellschaft steht zusammen – wir vereint, gegen rechtsextreme Hetze Hass und Gewalt!
Das aufgedeckte Geheimtreffen von Rechtsextremen und AfD-Funktionären in Potsdam zeigt, in welchem Ausmaß unsere Demokratie unter Beschuss steht.
Bei der Veranstaltung wurden Pläne geschmiedet, wie massenhaft Menschen
mit Migrationsbiografie aus Deutschland abgeschoben und deportiert werden könnten. Die AfD macht mit ihrer rechten Hetze menschenverachtende Politik und Rhetorik salonfähig.
Der Rechtsruck ist auch im Vogelsberg deutlich spürbar und gefährdet unsere Demokratie.
Wir schauen nicht länger still zu. Unsere Demokratie muss verteidigt und gestärkt werden. Und das zeigen wir alle gemeinsam!
Lauterbacher Initiative für Demokratie

Mobilität und Verkehr

Podiumsdiskussion am 2. Oktober 2023, 19 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Nieder-Ohmen, Bahngasse 2, 35325 Mücke, mit dem Titel „Mobilität, Verkehr und Infrastruktur – Entwicklung von Infrastruktur im ländlichen Raum!“ Weitere Informationen findet ihr anbei im Flyer.

Mobilität bedeutet soziale Teilhabe!
Entwicklung von Infrastruktur im Ländlichen Raum Mobilität ist ein wesentlicher Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie muss daher für alle Menschen zugänglich und bezahlbar sein.
Eine gut ausgebaute und funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Menschen geteilte und klimafreundliche Verkehrsträger wie Bahn, Bus und Fahrrad nutzen. Die Einführung eines bundesweit gültigen und kostengünstigen Nahverkehrsticket sehen wir als einen ersten wichtigen Schritt, aber gerade im ländlichen Raum benötigen wir eine massive Steigerung und Verstätigung der öffentlichen Investitionen, um einen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und der Schieneninfrastruktur in Verbindung mit einer umfassenden Personalaufstockung zu forcieren. Ein günstiges Verkehrsticket allein reicht eben nicht. Wir benötigen ein nach den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtetes Verkehrsangebot, dass die Attraktivität des ÖPNV steigert.
Des Weiteren muss die Finanzierung des ÖPNV langfristig gesichert werden. Da viele Kommunen dazu nicht in der Lage sind, ist die Beteiligung des Bundes und des Landes unablässig.
Im Vorfeld der Hessischen Landtagswahl am 08. Oktober 2023 möchten wir mit den Direktkandidatinnen und -kandidaten der demokratischen Parteien aus dem Vogelsberg über die notwendigen verkehrspolitischen Maßnahmen und deren Konzepte diskutieren.
Wir laden Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger, recht herzlich zur Teilnahme an der Diskussion ein!

Sektkellerei Kupferberg und die Stadt Mainz beeindruckten Gewerkschafter

Der Kreisvorstand Alsfeld der Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zum wiederholten Mal seine Mitglieder zu einem Tagesausflug eingeladen. Diesmal ging es gut gelaunt in die Fastnachtshochburg Mainz. Die Stadt wird heute noch als das „Goldene Mainz“ bezeichnet, was aus der mittelalterlichen Glanzzeit als „Aurea Moguntia“, herrührt.

Nach einem kleinen Imbiss wurde die Sektkellerei Kupferberg besucht. In einer hochkompetenten Führung wurde das Unternehmen von den Anfängen vor über 150 Jahren bis zur Gegenwart dargestellt. Die Teilnehmer:innen lernten nicht nur die Sektherstellung im Einzelnen kennen, sondern besuchten auch unterschiedliche mittelalterliche Gewölbekeller, die auf sieben unterirdischen Stockwerken angelegt wurden. Hierbei kamen die Gäste aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ein Gläschen Sekt rundete die kurzweilige interessante Führung ab.
Am Nachmittag stand ein Rundgang durch die Stadtgeschichte von den Anfängen bis heute auf dem Programm: Seit 1000 Jahren prägt der St. Martins Dom mit seinem „Domgebirge“ das Stadtbild von Mainz. Im Anschluss führte uns der Weg in die historische Altstadt, zu schmucken Fachwerkhäusern, pittoresken Winkeln und malerischen Plätzen.
Mit umfangreichen Eindrücken und voll zufrieden kehrten die Gewerkschafter ihre Heimreise nach Alsfeld an.

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Zeit für mehr Zeit!

Bildungswende jetzt! Wir fordern eine echte Bildungswende, hin zu einem gerechten, inklusiven und zukunftsfähigen Bildungssystem: Einem Bildungssystem, das sich an die Bedürfnisse der Lernenden und der Beschäftigten anpasst, anstatt die Krise auf ihrem Rücken und dem der Familien auszutragen. Einem Bildungssystem, das sich gegen die gesellschaftliche Spaltung stemmt.

Wir gehen am Mittwoch, 20. September, um 16:00 auf die Straße!

Gute Bildung für alle braucht Zeit. Das benötigte Geld für ein besser ausgestattetes Bildungssystem ist da. Es ist eine Frage des politischen Willens und der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums. Am 8. Oktober wählt Hessen einen neuen Landtag. Wir fordern, dass die Bildungspolitik in der nächsten Legislaturperiode neu ausgerichtet und besser ausgestattet wird. Kommt am 20. September 2023 zu den Bildungsdemonstrationen in Gießen, Fulda, Frankfurt, Darmstadt und Kassel und demonstriert mit uns für:

  • kleinere Lerngruppen in allen Bildungsbereichen
  • geringere Fallzahlen in der Sozialen Arbeit
  • Zeit für pädagogische Koordination
  • Zeit für die Ausbildung junger Beschäftigter im Bildungswesen
  • geringere Lehr- und Unterrichtsverpflichtungen an Schulen und Hochschulen
  • dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse
  • sanierte und modern ausgestattete Bildungseinrichtungen
  • betriebsnahe Berufsschulklassen
  • einen Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte
  • mehr Zeit für gute Bildung für alle

Wir nehmen uns die Zeit für die Demonstrationen am 20. September 2023! Damit machen wir deutlich, dass wir uns wehren, wenn sich die Arbeits- und Lernbedingungen nicht ändern. Es ist Zeit für mehr Zeit, Zeit für gute Bildung! Diese Zeit werden wir nicht geschenkt bekommen – wir werden sie uns nehmen müssen. Nehmt Kolleg: innen, Mitschüler: innen und Mitstudierende mit. Bringt auch Eltern, Familien, Nachbar: innen, Freund: innen und Bekannte mit – denn gute Bildung geht uns alle an!

Mögliche Abfahrzeiten mit der Bahn um 14:19 oder  15:16 Uhr ab Alsfeld nach Gießen.
Weitere Informationen siehe  https://www.gew-hessen.de

1. Mai in Alsfeld

Erster Mai in Alsfeld

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,

der 1. Mai, Tag der organisierten Arbeit und Internationaler Kampftag der Arbeiterbewegung, steht vor der Tür. In weniger als 3 Wochen treffen wir uns wieder auf der Straße, um gemeinsam in Alsfeld ein starkes und sichtbares Zeichen für eine gerechte, soziale und friedliche Zukunft zu setzen. Hiermit möchte ich Euch/Sie, Akteurinnen und Akteure sowie Amtsrägerinnen und Amtsträger aus befreundeten Organisationen aus dem Vogelsberg, im Namen des DGB-Kreisvorstands und der DGB-Gewerkschaften recht herzlich zur Veranstaltung einladen! Das diesjährige Motto lautet „Ungebrochen solidarisch“ und steht im direkten Bezug zur Zerschlagung der freien Gewerkschaften, die sich am Folgetag, sprich am 2. Mai 2023, zum 90. jährt.

Wie gewohnt, beginnen wir am Montag, den 1. Mai 2023, um 10:00 Uhr, auf dem Marktplatz in Alsfeld und anschließend findet wie gewohnt das Familienfest mit Live-Musik und Kinderangebot statt. Alle weiteren Informationen zum Programm findet Ihr anbei in den Bewerbungsmaterialien oder auf unserer Homepage unter:  https://mittelhessen.dgb.de/++co++99a19a28-d85d-11ed-983d-001a4a160123.

Veranstaltungshinweis – Vormai-Konzert „Kai Degenhardt singt Arbeiterlieder und mehr!“ am 29. April 2023, 19 Uhr, Adolf Spieß-Halle, Lauterbach:

Des Weiteren möchte ich Euch/Sie auf unser Vormai-Konzert in Lauterbach aufmerksam machen und recht herzlich einladen! Das Konzert findet am Samstag, den 29. April 2023, 19 Uhr, Adolf Spieß-Halle, Vogelsbergstraße 56, in 36341 Lauterbach statt und der Eintritt ist frei.

Flyer der Vormaiberanstaltung

Fachlehrer:innen angemessen vergüten

In vielen beruflichen Schulen in Hessen spielen die Fachlehr: innen für arbeitstechnische Fächer eine wichtige Rolle. Bei dieser Beschäftigtengruppe handelt es sich um Kolleginnen und Kollegen, die vor ihrer Lehrtätigkeit einen außerschulischen Beruf erlernt und ausgeübt, sich in diesem qualifiziert haben und dann in den schulischen Dienst gewechselt sind.
Im Unterrichtsalltag der beruflichen Schulen übernehmen die Fachlehrerinnen, die eigentlich für den fachpraktischen Unterricht zuständig sein sollten, bereits seit vielen Jahren identische Aufgaben wie die Lehrkräfte mit beruflichem Lehramt. Fachlehrerinnen leisten in erheblichem Ausmaß Theorieunterricht, bereiten ihren Unterricht vor, korrigieren Ausarbeitungen und Klausuren, sind an Prüfungen beteiligt – auch an der Konzeption, übernehmen Klassenleitungen, Aufgaben in der innerschulischen Organisation und Selbstverwaltung und der Schulentwicklung.
Kurz gesagt: Sie übernehmen identische Aufgaben wie Lehrkräfte mit beruflichem Lehramt, bringen aber zusätzlich wichtige berufspraktische Erfahrungen in den Unterricht ein.
Trotzdem haben Fachlehrer*innen eine höhere Unterrichtsverpflichtung pro Woche und werden deutlich schlechter bezahlt.
Hinzu kommt, dass es in vielen arbeitstechnischen Richtungen immer schwierig wird, überhaupt Interessierte zu finden, die sich eine Tätigkeit an Schulen vorstellen können, nicht zuletzt deshalb, weil gut ausgebildete Beschäftigte auch von der Wirtschaft gesucht sind und das Land Hessen diesbezüglich in Konkurrenz steht. Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen würde letztlich also auch dem Dienstherrn nutzen.

Das fordert die GEW

Die GEW Hessen wird in Gesprächen mit der Landesregierung darauf hinwirken, dass in
der Pflichtstundenverordnung der Absatz 5 des § 1 gestrichen wird und so dafür zu sorgen, dass die längst überfällige Angleichung der Zahl der Unterrichtsstunden an die Pflichtstundenzahl für berufsbildende Schulen erfolgt und dass eine Zulage für alle Fachlehrer:innen, die im berufsbezogenen und allgemeinbildenden Unterricht eingesetzt sind, die auch pensionsfähig ist, eingeführt wird.
Die Tarifkommission der GEW Hessen ist aufgefordert, dieses Thema sowie einen Bewährungsaufstieg für langjährig erfahrene Fachlehrkräfte in den nächsten
Tarifverhandlungen (TV-H) zu thematisieren. Dieser soll sich auch im Nachgang in der
Besoldung niederschlagen.

Längst überfällig – A13 für Grundschullehrkräfte

Der Kreisvorstand der GEW Alsfeld begrüßt die von Ministerpräsident Boris Rhein und Kultusminister Alexander Lorz angekündigte schrittweise Anhebung der Besoldung von Grundschullehrkräften als richtigen und längst überfälligen Schritt. Kreisgeschäftsführer Ralf Fei freute sich über diesen Erfolg: „Heute ist ein guter Tag für die Kolleginnen und Kollegen an den Grundschulen, die derzeit noch schlechter bezahlt werden als die meisten anderen Lehrkräfte. Sie werden von diesem Erfolg der GEW deutlich profitieren. Dies ist ein gutes Beispiel für erfolgreiche gewerkschaftliche Arbeit. Es ging uns immer auch darum, dass der Primarbildung durch eine angemessene Besoldung die Wertschätzung erfährt, die sie verdient. In den Grundschulen werden schließlich die grundlegenden Fertigkeiten für den weiteren Bildungsweg der Schülerinnen und Schüler vermittelt.“

Nach Einschätzung der GEW wird A 13 an Grundschulen einen Beitrag dazu leisten, den eklatanten Lehrkräftemangel schneller zu überwinden. Hessen hat mit der Anhebung für Grundschullehrkräfte zu lange gezögert. Inzwischen zahlt bereits die Mehrzahl der Bundesländer ihre Grundschullehrkräfte deutlich besser. Wir haben oft darauf hingewiesen. Allerdings geht die Landesregierung nach wie vor zu zögerlich vor, wenn sie sich bis 2028 Zeit lassen will, um die Besoldung voll anzugleichen. Wir werden uns die konkrete Umsetzung daher genau ansehen und auf mehr Tempo pochen.“

Die Landesregierung kündigte zudem die Schaffung von zusätzlichen Stellen für Lehrkräfte sowie Verbesserungen bei der Sommerferienbezahlung an. Auch diese Maßnahmen werden von der GEW Hessen schon lange gefordert. Der Bedarf an zusätzlichen Lehrkräften ist groß. Er steigt nicht nur wegen der Aufnahme von Geflüchteten, sondern auch durch steigende Geburtenzahlen sowie den kommenden Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz. Allerdings gibt es derzeit nur im Gymnasiallehramt genug ausgebildete Lehrkräfte, die unmittelbar eingestellt werden könnten. Daher sind weitere Maßnahmen unerlässlich, etwa die Anerkennung von Lehramtsabschlüssen aus dem Ausland sowie attraktive Quereinstiegs-programme insbesondere für die Beruflichen Schulen.

Es ist an der Zeit, dass in Hessen frisch ausgebildete Lehrkräfte ebenso wie viele Vertretungskräfte in den Sommerferien nicht mehr in die Arbeitslosigkeit geschickt werden. Wir werden als GEW-Mitglieder in den Personalräten drüber wachen, dass die diesbezüglichen Ankündigungen tatsächlich in der Praxis umgesetzt werden.