Im September 2025 wurde in Alsfeld im Rahmen der 7. Alsfelder Kulturtage der 43. Stolperstein verlegt. Der Künstler und Initiator Gunter Demnig setzte damit erstmals ein Zeichen für ein Opfer der „Euthanasie“-Mordaktionen: Elise Emilie Rau, die am 21. Februar 1941 in Hadamar ermordet wurde. Während die bisherigen 42 Steine an jüdische Opfer des Holocausts erinnern, konnten mittlerweile mindestens 51 Opfer identifiziert werden. Somit stehen noch neun Stolpersteine in Alsfeld aus.
Am Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar 2026, soll an diese neun Menschen erinnert werden: Sara Lind (Alicestr. 10), Siegmund Lindenbaum (Marburger Str. 1), das Ehepaar Ida und Philipp Moses sowie Susanne Rothschild (Jahnstr. 5), das Ehepaar Albert und Cilly Stein sowie das Ehepaar Henny und Levi Stein (alle Fulder Tor 1).
Die diesjährige Gedenkfeier, eine Zusammenarbeit des SPD-Ortsvereins Alsfeld und des DGB-Kreisverbands Vogelsberg, findet am 27. Januar um 17:00 Uhr am Gedenkstein vor dem Amtsgericht statt. Nach einem Grußwort von Bürgermeister Paule wird Dr. Monika Hölscher in ihrem Beitrag an die Opfer aus Alsfeld erinnern.
Fortbildungsveranstaltung der GEW-Kreisverbände Lauterbach und Alsfeld Am 14.01.26, 15:15-17:15 Uhr in der Kreisjugendbücherei der Max-Eyth-Schule / Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld (Eingang) Jeweils zum Ende des ersten Halbjahres müssen die Weichen für den Unterrichtseinsatz im kommenden Schuljahr gestellt werden: Wichtige Antragsfristen enden jeweils zum 31. Januar. Vor diesem Hintergrund wollen wir über die verschiedenen Möglichkeiten zur Reduktion des individuellen Unterrichtseinsatzes informieren sowie über die Rechte und Pflichten, die sich daraus jeweils ergeben. Themen werden sein:
„Bedingungslose“ Teilzeit
Teilzeit aus familiären Gründen
Stundenreduktion durch Rückgriff auf das Lebensarbeitszeitkonto (LAK)
„Altersermäßigungen“
Folgen der verschiedenen Reduktionsmöglichkeiten auf Besoldung, Ruhegehalt,
Beihilfeanspruch und Nebentätigkeiten
Inhalt und Umfang der Dienstpflichten von Teilzeitbeschäftigten
Fragen der Teilnehmenden
Eine individuelle Rechtsberatung oder die Berechnung von Ansprüchen Einzelner ist im Rahmen der Veranstaltung allerdings nicht möglich. Referent ist Klaus Tamme, Rechtsberater des GEW KV Lauterbach, Mitglied im örtlichen Personalrat der Vogelsbergschule Schotten und im Gesamtpersonalrat. Für die Veranstaltung wird ein Kostenbeitrag in Höhe von 10,- € erhoben. Mitglieder der GEW sind von diesem Kostenbeitrag befreit. Die Veranstaltung ist unter der Nummer 0241297903 von der Lehrkräfteakademie Hessen akkreditiert. Es wird gebeten, sich bis zum 12.01.2026 anzumelden per Mail an: kerstin-dietrich@t-online.de
Für ihre langjährige Mitgliedschaft im GEW-Kreisverband Alsfeld und ihr Engagement für die Ziele der Bildungsgewerkschaft wurden verdiente Kolleginnen ausgezeichnet. Die Ehrung nahmen Geschäftsführer Ralf Fei (l.) und Rechtsberater Karl-Heinz Battenberg (2. v. l.) vor. Über die Anerkennung freuen sich (im Anschluss v. l. n. r.): Birgit Zinßer (40 Jahre dabei), Ute Groß (25 Jahre), Elke Streiff (40 Jahre) sowie Margit Stumpf, die bereits auf stolze 60 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken kann.
Bei herrlichem Wetter machte sich der Kreisverband auf den Weg in die Domstadt Limburg. Dort angekommen, wurde erst einmal zur Stärkung für die Tagesaktivitäten ein kräftiges Frühstück am Lahnufer eingenommen. Dann stand die Besichtigung des St. Georgs-Doms mit den sehr kompetenten Schwestern auf dem Programm. In einzigartiger Lage präsentiert sich die siebentürmige Kathedrale auf einem Felsen hoch über der Lahn. Die TeilnehmerInnen zeigten sich beeindruckt von der Eleganz und architektonischen Rhythmik dieses Gotteshauses mit seinen vielfältigen Kunstschätzen.
Nach einer kurzen Mittagsrast in der Obermühle an der Lahn, ging es zur Stadtführung in die Altstadt. Auf den Spuren des Chronisten Tilemann Ehlen starteten wir an der „Plötze bei Ritter Hallstein“ unseren Rundgang. Die hochengagierte und geschätzte Stadtführerin erläuterte uns u.a. die vielfältigen Fachwerkhäuser mit ihren architektonischen Schönheiten aus den vergangenen Jahrhunderten. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und waren begeistert. Zum Abschluss unserer Führung ging es zu einem weiteren Highlight in die „Unterwelt“: Wir besuchten, das in einem denkmalgeschätzten Haus aus dem Mittelalter freigelegte jüdische Tauchbad, auch Mikwe genannt.
Liebe Gewerkschaftsmitglieder, wir laden euch mit euren Partner: innen recht herzlich zu einem Ausflug nach Limburg am Samstag, 06.09. 2025 ein. Im Einzelnen ist folgender Ablauf vorgesehen:
Uhrzeit
Aktivität
09:00
Abfahrt vom Parkplatz Stadthalle in Alsfeld – Zwischenstopp BAB -Abfahrt Homberg
12:00
nach der Ankunft kleiner Imbiss anschließend Domführung, Dauer: 60 Minuten
Der Kreisverband übernimmt die Kosten für die Busfahrt und die Führungen Wir bitten um Anmeldung bis spätestens zum 29.08.2025 bei Karl-Heinz Battenberg. Wir freuen uns, wenn wir dich zur Fahrt im Kreise von Gewerkschaftern begrüßen dürfen.
Wir freuen uns, dass wir unseren GEW-Landesvorsitzenden, Thilo Hartmann, für unsere Mitgliederversammlung gewinnen konnten, und wir sind gespannt auf seine Ausführungen zu aktuellen Themen und den Austausch mit ihm.
Auch in diesem Jahr ist es wieder wichtig, dass ihr zahlreich erscheint, weil wir großen Wert auf die Diskussion mit euch legen und weil wir Vorstandswahlen abhalten. Wir bauen auf die aktive Unterstützung der Mitgliederversammlung als Basis für die weitere Arbeit unseres Kreisverbands.
Deshalb laden wir euch herzlich zur Mitgliederversammlung am Freitag, 13. Juni 2025, 15.30 Uhr, in der Aula der Max-Eyth-Schule ein. Für Getränke und Kuchen ist gesorgt.
Auf der Straße marschiert die AfD Seite an Seite mit Neonazis, Pegida und Reichsbürgern. Höcke und Co. hetzen in Reden und Schriften seit langem offen, aber zumeist unbemerkt gegen Minderheiten und die parlamentarische Demokratie. AfD-Mitglieder geraten unter Terrorverdacht. In vielen AfD-Büros arbeiten radikalste Kader aus der ultrarechten Szene unterhalb des medialen Radars. Die Autoren Michael Kraske und Dirk Laabs leuchten diese rechtsextremen Netzwerke rund um die AfD aus und zeigen, wie die Partei zu einer extremistischen Gefahr werden konnte. Sie haben dafür mit Aussteigern gesprochen, AfD-Politiker auf der Straße und in digitalen Hass-Kammern beobachtet sowie interne Dokumente ausgewertet. Ihr dramatischer Befund: Die Partei setzt ihren Plan, das Land radikal nach völkischen Vorstellungen umzubauen, Schritt für Schritt um, ohne bislang wirksam bekämpft zu werden. Die Recherchen von Kraske und Laabs machen zudem deutlich: Ein AfD-Verbot wäre nur der erste Schritt – die demokratischen Institutionen und Strukturen müssen insgesamt viel wirksamer als bisher gegen Angriffe geschützt werden. Doch die Zeit dafür wird knapp!
Krankenhausreform und Konzepte für die regionale Gesundheitsvorsorge“ im Kulturhaus im Rambachhaus in Alsfeld am Mittwoch, 04. Juni um 19:00 Uhr.
Die Krankenhauslandschaft in Deutschland steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Viele Kliniken geraten oder sind bereits in finanzieller Schieflage. Die geplante Krankenhausreform muss Antworten liefern, wie eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Versorgung sichergestellt werden kann. Dabei geht es um die Frage, wie lassen sich die Interessen der Beschäftigten im Gesundheitswesen mit denen der Patientinnen und Patienten in Einklang bringen?
Referent Stefan Würzbach, Leiter der Abteilung Arbeitsmarkt-, Sozial- und Gesundheitspolitik des DGB Bezirks Hessen-Thüringen wird in der Veranstaltung die aktuelle Versorgungslage im allgemeinen und mit Blick auf den Vogelsberg beleuchten sowie die gewerkschaftliche Perspektive auf die Krankenhausreform vorstellen.
Kurz vor der Bundestagswahl scheint sich das Land in purer Aufregung zu befinden. Erstmals könnte eine in Teilen als rechtsextrem eingestufte Partei zweitstärkste Kraft in Deutschland werden. Demokratisch gewählt, doch in vielen Kernaussagen demokratiefeindlich. Wozu eine solche Entwicklung führen kann, sehen wir im Abbau demokratischer Strukturen beispielsweise in Ungarn oder in unserem Nachbarland Österreich, in dem sich ein Rechtsextremist zum „Volkskanzler“ küren lassen möchte.
Die Ängste der Menschen angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit wie Krieg in Europa, Klima- und Wirtschaftskrise oder instabile internationale Beziehungen, u.a. durch die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, werden der Einfachheit halber mit Fremdenhass, Rückgriffen auf überkommene Gesellschaftsbilder oder dem Rückbau von Errungenschaften im Umweltschutz beantwortet. Autokratische oder semi-autokratische Politiker dienen als Vorbilder, Grundrechte scheinen keinen Wert mehr zu haben. Hass, Hetze und Desinformation sind Teil politischer Kampagnen.
Wir in Alsfeld möchten ein breites Bündnis sein, dass sich vor der Bundestagswahl für eine Erhaltung von demokratischen Strukturen und für den Schutz der Grund- und Menschenrechte einsetzt – und zwar für alle Menschen. Unsere Haltung ist getragen von gegenseitigem Respekt. Wir appellieren an alle demokratischen Parteien, sich auch weiterhin den Grundfesten unserer Verfassung verpflichtet zu fühlen und sich an demokratisch gefasste Verabredungen zu halten. Jegliche Zusammenarbeit mit rechtsextremen Gruppierungen muss wieder ausgeschlossen bleiben. Politisch Aktive, die sich demokratiefeindlicher, gar menschenverachtender Narrative bedienen, vertreten uns nicht.
Wir erwarten von den demokratischen Parteien in unserem Land, dass sie die Demokratie schützen. Eine neue Regierung muss alles für ein Verbot verfassungsfeindlicher Strukturen unternehmen und Demokratie-Initiativen überall im Land umfassend fördern. Wir gehen davon aus, dass wir, denen die Demokratie am Herzen liegt und die wir den Wert unserer Verfassung kennen, nach wie vor in der Mehrheit sind, auch wenn es medial mitunter einen anderen Eindruck macht. Gemeinsam sind wir mehr.
Grund- und Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Dafür wollen wir einstehen.
Erstmals seit dem Ende der NS-Diktatur wurde eine Mehrheit im Bundestag durch Stimmen der AfD ermöglicht. Nur wenige Stunden nach der offiziellen Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag kommt es damit zu einem beispiellosen politischen Dammbruch. Die von CDU/CSU-Fraktion eingebrachten Entschließungsanträge zur Asyl- und Migrationspolitik sowie zur inneren Sicherheit vertrauten wissentlich auf die Unterstützung durch die AfD. Am Freitag könnte zudem das sogenannte „Zustrombegrenzungsgesetz“ mit antidemokratischen Mehrheiten beschlossen werden. Dies stellt eine gefährliche Abkehr vom bisherigen demokratischen Konsens dar: Keine Zusammenarbeit mit Rechtsextremen!
Noch im November 2024 hatte CDU-Parteichef und Kanzlerkandidat Friedrich Merz versichert, dass es keine Mehrheiten mit der AfD geben werde – ein Versprechen, das nun gebrochen wurde. Wer sich von den Stimmen der AfD abhängig macht, verlässt die demokratische Mitte dieses Landes. Dieser Dammbruch hinterlässt uns wütend, fassungslos und tief besorgt!
Angesichts der jüngsten tragischen Ereignisse, wie der schrecklichen Tat von Aschaffenburg, gilt unser tiefstes Mitgefühl den Opfern und ihren Angehörigen. Doch die nun beschlossenen Maßnahmen sind keine Lösungen. Grenzschließungen und unbegrenzte Inhaftierungen widersprechen deutschem und europäischem Recht und gefährden fundamentale Grundrechte. Die Migrationspolitik kann nur durch europäische Zusammenarbeit nachhaltig gestaltet werden – nicht durch populistische Schnellschüsse. Unsere Demokratie kann nur erhalten werden, wenn wir Lösungen mit den Menschen entwickeln und nicht in dem wir Gruppen von Menschen pauschal ausgrenzen und als Sündenböcke darstellen.
Aus diesem Grund rufen wir zur Mahnwache auf:
Alle Demokratinnen und Demokraten sind eingeladen, ein deutliches Zeichen gegen diesen Tabubruch zu setzen. Nie wieder darf sich Geschichte wiederholen: Rechtsextreme dürfen niemals das Zünglein an der Waage sein!
Freitag, den 31. Januar 2025, von 19:33 bis 19:45 Uhr
Kirchenplatz, Gießen
»Kein Pakt mit Faschisten: Mahnwache gegen den politischen Dammbruch! «